Kommentar bei archivalia: Der Antiquariatsmarkt wird mit Büchern überflutet (29.10.2016)

Klaus Graf verlinkt die NZZ: Buchantiquariate in der Krise – Wer will denn noch alte Bücher kaufen? (Bernd Noack, 21.10.2016)

Mein Kommentar dazu:

Nein! Doch! Ooooh!

Das kommt leider davon, dass seit Jahrzehnten so viel gedruckt und so wenig weggeschmissen wird – wobei beides an sich sicher zu begrüßen ist.

Der einzige Weg, den Markt wieder zu normalisieren, wäre meines Ermessens, dass entweder die Antiquariate anfangen, viel wegzuschmeißen oder irgendjemand große Mengen vom Markt wegkauft. Ich fürchte, die Antiquare stehen jetzt unter Zugzwang :/

(Archivalia)

(vom alten Blog übertragen am 19.05.2018)

LG Berlin: Unsinn zum Urheberrecht bei Gemäldereproduktionen (25.06.2016)

Das LG Berlin urteilt, dass Abbildungen von zweidemensionalen Werken (hier: Bildern) dem Lichtbildschutz unterstehen und damit Urheberrechtsschutz besteht. Im Vergleich zur mir bekannten bisherigen Rechtsprechung und -interpretation ein ganz anders gelagertes Urteil. Die Urteilsbegründung scheint mit hanebüchen:

Das Landgericht Berlin gab dem klagenden Museum in weiten Teilen recht. Zwar fehle bei der Erstellung der Digitalisate die für Lichtbildwerke erforderliche Individualität. Doch stünden auch Lichtbilder ohne eigenen Werkcharakter unter gesetzlichem Schutz. So sei die originalgetreue Aufnahme der Gemälde nicht trivial. (heise.de)

Die Wikimedia Foundation wird in die nächste Instanz gehen, die dieses offensichtlich falsche Urteil hoffentlich aufhebt und der Wikimedia Foundation damit Recht gibt.

(VÖBBLOG)

(vom alten Blog übertragen am 19.05.2018)

Kommentar zu „EuGH: Nach Ansicht von Generalanwalt Szpunar ist das Verleihen eines E-Books mit dem Verleihen eines herkömmlichen Buchs vergleichbar“ (archivalia, 16.06.2016) (18.06.2016)

Nur mit einer solchen Auslegung könne nach in Anbetracht der rasanten technologischen und wirtschaftlichen Entwicklung die Wirksamkeit der in Rede stehenden Regelung gewährleistet werden.

Ich wage zu behaupten, dass die Ausleihe von eBooks nur dann dem Stand der Technik folgt, wenn man eBooks bei der Ausleihe eben _nicht_ wie „klassische“ Bücher bzw. Medien behandelt.

Aufgrund der vollkommen zu recht festgestellten Bevorteilung der Verlage wäre es daher sinnvoller, eBooks unendlich oft verleihen zu können – jedes Mal wenige Cents, die die Bibliothek zahlen müsste. Das wäre meines Ermessens aufgrund der erwartbaren höheren Aufleihzahlen finanzierbar, wünschenswert wäre es allemal.

(Archivalia)

(vom alten Blog übertragen am 19.05.2018)

Annotierte Linkliste #keepZBMED | Bibliothekarisch.de (23.03.2016)

Nachdem der Senat der Leipniz-Gemeinschaft die grandiose Fehlentscheidung getroffen hat, die Förderung der ZB MED – Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften einzustellen, was zwangsweise zur Abwicklung der Institution führen wird, regt sich in der Bibliotheks- und Informationswissenschafts-Sphäre Widerstand.

Dörte hat drüben auf bibliothekarisch.de eine umfangreiche Linkliste zur Debatte zusammengestellt.

(vom alten Blog übertragen am 19.05.2018)