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Hacker legen Arztpraxis lahm (oder so)

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Ostfriesische Nachrichten, 18.10.2018:

Überschrift: Hacker legte Praxis lahm

So weit, so erwartbar - dass Blackhats ausgerechnet die Infrastruktur von Ärzten ignorieren, hätte ja auch keiner gedacht. 

Denn am Dienstag war in der Praxis festgestellt worden, dass Unbekannte über sogenannte Ports in das Computersystem eingedrungen waren (...).

Nicht über eine Sicherheitslücke, über einen Port sind sie eingedrungen! Ob der Redakteur damit "eine Sicherheitslücke" meint oder ob der Arzt fahrlässig offene Ports hatte, wird wohl nicht mehr herauszufinden sein.

Leider habe es auch das Backup, also die Sicherheitskopie erwischt, so B.Deshalb könnten voraussichtlich die Daten der vergangenen Tage nicht wieder rekonstruiert werden.

Mehr als ein Backup an mehr als einem Ort ist bei kritischen Daten wohl auch zu viel verlangt?

Er habe mit einem Spezialisten seine Daten schon so gut gesichert, wie es gehe, meint der Hausarzt. Allerdings könne man das System nicht komplett nach außen abriegeln, "sonst muss man den Stecker ziehen".

Andere Spezialisten schaffen es, so ein System so abzusichern, dass es nicht von jedem dahergelaufenen Verschlüsselungstrojaner übernommen wird. Sonst müssten bei größeren Netzwerken, etwa in Behörden, wohl deutlich öfter Komplettausfälle auftreten.

Hat also ein Hacker die Arztpraxis lahmgelegt oder hat vielleicht eher irgendein Mitarbeiter treudoof die Datei Rechnung.exe aufgemacht?